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Hersteller-Netzpräsenz:  www.kellner-steckfiguren.de

Quelle: Ulf Leinweber (Herausgeber) BAUKÄSTEN Technisches Spielzeug vom Biedermeier bis zur Jahrtausendwende
Drei Lilien Edition

(Korrekturen, Ergänzungen J.K.)

holz + spielzeug hans-georg kellner
1919 - 1972 Kellner jr. KG
1972 - 1990 VEB Plastspielwaren
Fabrik feiner Spielwaren
bis 1940er Jahre: Holzspielwarenfabrik
Leipzig, gegr. 1914, 1919-1933 / Tabarz(Thüringer Wald), 1934 - 1990, seit 1994 1992

Der ursprünglich in der Flug- und Schiffsmodellfertigung beheimatete Betrieb brachte Ende der 1920er Jahre den Kellner-Steckbaukasten (mit leicht lösbaren Verbindungen mittels Gummihülsen, die in die Anschlußzapfen der Bausteine geschoben wurden), einen Groß-Baukasten, einen Auto-Baukasten mit Schraubverbindungen (um 1935), dann Flugzeugbaukästen, den Ruck und Zuck-Patentbaukasten (um 1948) in teilweise lackierten Harthölzern, den Holz-/Metall-/Kunststoffkasten Kranbau (1950er Jahre), Familie Übermut, Gärtner Tulpe und Emil, der Allerweltskerl (1950er Jahre), Häslein Hopps (1954), Quiek und Quak (1955), den Universal-Baukasten (1958), Fahrzeugbaukasten (1960) und den Plastik-Baukasten Autobau (um 1961/62) heraus (weitere Kästen: Mäuslein Quiek (1930er (?)), Auto-Baukasten (Ende 1930er (?)), Mein bester Freund (um 1940), Zuck, der Spaßmacher (um 1960), Transport-Baukasten (um 1965), Häslein Hopps (um 1966)). 1961 Produktion von kombinierten Holz-/Plastikspielzeugen, 1967 Herausgabe der Drahtseilbahn. 1972 verstaatlicht, wurde ein Teil des Produktionsprogrammes später vom VEB "biggi" Waltershausen übernommen. 1994 1992 erfolgte die Neugründung; das traditionelle Programm wurde teilweise neu aufgelegt (Replik Fröschlein Quak). Viele neue Figuren, wie der tim, max + else, eduard + erna, tim + brum und die talisfiguren wurden geschaffen und in neue Baukästen, wie theo in der seilbahn und fräulein klein, sturmwurm willi, familie übermut, lustige gesellen, spiel.box u. a. integriert. Im Jahre 2004 dürfte das Steckfiguren-Sortiment das größte und zweifellos originellste sein, das es jemals unter der Marke Kellner zu bewundern gab.

Literatur
DSA 1941, S. 62; DSZ 1927ff.; SSP 2/1964, S.26f.; CHEMNITZ 1998, S. 107, 109 u. 111; NOSCHKA/KNERR 1986, S. 40 u. 43 u. Abb. 45; Informationsblatt der Fa. Holz + Spielzeug Hans-Georg Kellner

   

Abkürzungen Literatur:

  • DSA  Deutsches Spielwaren-Adreßbuch (West-Deutschland und West-Berlin). 3. Ausgabe, Berlin 1935, und 6. Ausgabe, Bamberg 1950
  • DSZ  Deutsche Spielwaren-Zeitung.Jg. 1 - 34, H. 4, Nürnberg/Berlin/Bamberg 1909-43
  • CHEMNITZ 1998   legen, stecken, schrauben - spielend bauen. Begleitschrift zur Ausstellung des Industriemuseums Chemnitz gemeinsam mit dem Deutschen Spielemuseum e. V. vom 15. November 1998 bis zum 31. Januar 1999. Herausgegeben von Jörg Feldkamp. Chemnitz 1999
  • NOSCHKA/KNERR 1986  Annette Noschka / Günter Knerr: Bauklötze staunen. Zweihundert Jahre Geschichte der Baukästen. München 1986
  • SSP Standardisierung Spielzeug. Mitteilungsblatt der Zentralstelle für Standardisierung Sonneberg und des Instituts für Spielzeug Sonneberg i. Thür. [=Fortsetzung des FSS]. Jg. 3, H. 2 - Jg. 8, Sonneberg 1962 - 67