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Quelle:
Ulf Leinweber (Herausgeber) BAUKÄSTEN Technisches Spielzeug vom Biedermeier bis zur Jahrtausendwende
Drei Lilien Edition


(Ergänzungen j.k.)

Gebrüder Märklin & Cie. GmbH
1888-1922 Gebr. Märklin oHG
1893-1907 Gebr. Märklin & Co.
(1918) Fabrik feinster Spielwaren
(1950-1971) Fabrik feiner Metallspiewaren
(nach 1971) Metallspielwarenfabrik
Göppingen, seit 1856

Begründet von Theodor Friedrich Wilhelm Märklin, wurde das Unternehmen einer der weltweit größten und zugleich der wohl am besten dokumentierte Hersteller qualitätvoller Spielwaren (Dampfmaschinen, Antriebsmodelle, Schiffe, Flugzeuge, Autos und vor allem Modelleisenbahnen). Ein besonderes Schwergewicht kam auch den Metallbaukästen zu, zunächst durch den Vertrieb von Erzeugnissen der englischen Fa. Meccano Ltd. (seit 1912), dann in eigener Fertigung (seit 1914, 1917 dazu Übernahme der kriegskonfizierten Meccano-Bestände). Aus dem System der zahllosen Grund- und Ergänzungskästen können hier nur einige Wegmarken aufgeführt werden, ansonsten sei auf die Literaturangaben verwiesen: 1911 - 1913 Produktion von Uhrwerkmotoren für Meccano; 1914 gemeinsame Baukästen Meccano Märklin; 1919 eigener Metall-Baukasten Märklin (7 Grund-, 5 Ergänzungs- und bis Ende der 1930er Jahre noch mehrere Zusatzkästen, die Kästen mit bis zu 1380 schwarzen Blechstanzteilen, dazu noch Uhrwerk-, Elektro- und Dampfmotoren und daneben ab 1929 auch rote, grüne und blaue Teile und messingfarbene Schrauben, Muttern etc.; seit 1947 nur noch farbige Ausführungen; 1931 Elex (bis 1962, Experimentiersystem für Magnetismus und Elektronik, 3 Kästen); 1932 Marbi ("der kleine Märklin Metallbaukasten", bis 1940, blanke Teile für einfache Modelle, 2 Kästen); 1939 System MINEX Märklin (bis 1945, 5 Kästen mit farbigen Aluminiumteilen in halber Größe); 1947 Wiederaufnahme der Produktion mit neuen Verkleidungsplatten und Autoreifen; 1973 neues Baukastensystem Märklin plus (Metall-/Kunststoffverbundsystem, "eine Welt aus Steinen und Stäben"; konnte 1974 mit Hilfe von Verbindungsbausteinenmit Teilen der Baukästen verbunden werden, nur bis 1977 auf dem Markt); 1975 Umbenennung des traditionellen Metallbaukastens in Märklin metall; 1980 bis 1987 Themenbaukästen (Fahrzeuge) mit orangefarbigen Teilen und Kunststoffplatten; 1987 Einführung der Roboter- und Solarbaukästen und 1989 des Groß-Baukastens "Eiffelturm". Die Märklin Holding GmbH als Dach des Gesamtunternehmens übernahm 1997 die Firma TRIX Modelleisenbahn GmbH & Co. KG. Ende 1999 wurde die Baukastenproduktion 'vorläufig eingestellt'. Im Jahre 2005 wurde aus Anlass von '90 Jahre Metallbaukasten' das anpruchsvolle Großmodell 'Seilbagger mit Tieflöffel' (Art.Nr. 10900) herausgebracht (über 4700 Teile 17 kg). Der Kasten wurde von Metallus produziert. Zum Jubiläum '150 Jahre Märklin' kommt im Jahre 2009 die Replika eines Grundbaukastens der 1970er Jahre (Art.Nr. 10110) heraus.


Literatur
Zahlreiche Verweise in allen Fachzeitschriften, Handels- und Messekatalogen; MCS 3 u. 5 (Slg. Frank A. Beadle, Slg. D. G. B., Bruce Baxter, A. B. Ibanez u. Clyde Suttle); AULENDORF 1997, S. 119-124;BAECKER/HAAS/JEANMAIRE 1975ff.; CHEMNITZ 1998, S. 29, 115 und 118; CHRISTIANSEN/ LEINWEBER 1984, S. 19-45 u. 85; ESSLINGEN 1995, S. 46ff.; FITTING 1989; KAMPMANN 1984; KEVELAER 1990, S. 19 u. 23-30; MÄRKLIN 1984; RIEHEN 1988, S. 18; SCHWARZ/ HENZE/FABER 1995; S. 54-61 u. 179f.; WICHMANN 1985, S. 438; WUNDERLIN/GRIEBEL1993, S 31-34



Abkürzungen Literatur: