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J. Schowanek
Albrechtsdorf i/Isergeb. (Albrechtice), C.S.R., 1908 - 1945
Am 1. 1. 1908 begann Schowanek mit der Herstellung von Holzwaren in Georgental
(Jiretin, Ortsteil von Albrechtsdorf). Das Fertigungsprogramm umfasste in
der Blütezeit tausende Artikel: gedrechselte Perlen aus Holz, Zelluloid
und Galalid, runde Holzknöpfe, Holzerzeugnisse für die Textilindustrie,
ab 1927 Holzspielsachen, Weihnachtsschmuck, Jo-Jos, Holzbijouterie, aus Holzperlen
geknüpfte Taschen, hölzerne Schnallen und Spangen, Schiff- und Flugzeugbaukästen
u.s.w. Ein Spielzeug-Firmenkatalog aus den 1930er Jahren umfasst auf 83 Seiten
über 400 Artikel. Das Programm beeindruckt nicht nur durch seine Vielfalt
sondern auch durch seine Geschlossenheit. Die Produkte bestehen durchweg aus
trommelpolierten Bausteinen,
ein Verfahren, das Schowanek wohl nach 1905 entwickelte oder zumindest vervollkommnete.
Alle Baukästen befinden sich in rot kaschierten Kartons, meist mit weiß
abgesetzten Kanten oder mit goldfarbig kaschierten Kartonseiten. Viele der
Baukästen-Ideen (Figuren-, Häuser-, Auto-,
Eisenbahn-,
Flugzeug-
und Städtebaukästen, Mosaik-Legespiele) finden sich in ähnlicher
Form und Ausführung auch bei deutschen, insbesondere den Blumenauer Herstellern
(dabei dürfte das 'Abkupfern' wohl gegenseitig gewesen sein). Aber Schowanek
stellte auch Baukästen her, die sonst keiner hatte, z. B. einen Motorrad-Baukasten.
1934 erreichte die Belegschaft die Tausendermarke. Am 1.7.1934 übernahm
Johann Schowaneks Sohn Hans die Leitung der Firma. Der Firmengründer
(geb. 24. 4.1868 ) starb am 24.11.1934.
Nach dem Krieg produzierte die Firma bis 1949 in Salzburg,
danach im wenige Kilometer entfernten oberbayrischen Piding. Das Sortiment
wurde nach und nach auf Modellbau umgestellt.
Unter sozialistischen Verhältnissen firmierte das Werk in Albrechtsdorf
ab 1950 als TOFA Albrechtice (TOy FActory).
1993 erfolgte die Privatisierung als DETOA
Albrechtice s.r.o. (Kästen s. unter Menüpunkt andere
Länder, div. )


Logo ab ca. 1947
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