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Quelle: Ulf Leinweber (Herausgeber) BAUKÄSTEN Technisches Spielzeug vom Biedermeier bis zur Jahrtausendwende
Drei Lilien Edition

(Anmerkungen J.K.)
Matador Spielwaren Ges.m.b.H
1903 - 1978 Matador-Haus Johann Korbuly GmbH
1978 - 1987 Matador-Haus Johann Korbuly GmbH & Co. KG
seit 1997 Ing. Tobias
Spielwarenerzeugung
Wien, 1900 - 1987 (Produktion 1913 - 1987 in Pfaffstätten b. Wien) / Altlengbach, 1997 - 2007 / Pölten (A)

Das 1901 vom Wiener Eisenbahningenieur Johann Julius Korbuly (1860 - 1919) erfundene, wohl bekannteste Holzbaukastensystem wurde international erstmals 1902 auf der Leipziger Herbstmesse vorgestellt und ging 1903 in Produktion. Es kam für Kinder aller Alterstufen in mannigfachen Variationen, 14 verschiedene Größen sowie Zusatzkästen, Zahnräder, einem Batterie- und einen Federmotor sowie eisernen Transmissionsteilen, einem Elektro-Matador (1923), einem Elektro-Fahrzeugkasten (1950) und zuletzt sogar einen Baukasten Solar Energy auf den Markt. Die aus feinem naturfarbenem, später auch farbigem Buchenholz gefertigten Lochbausteine, Platten, Leisten, Leisten, Räder sowie Seil- und Riemenscheiben wurden mittels eines Holzhammers oder eines Kombiwerkzeugs mit Holzstiftchen oder Gelenken oder auch durch Aneinanderstecken von Loch und Noppe verbunden. Matador brachte nach dem gleichen Prinzip unter anderem auch Holzeisenbahnen, Flugzeug- und Fahrzeugbausätze und Tiere heraus.
Die Bezeichnung der Baukästen erfolgte anfangs mittels Namen und Buchstaben-/ Nummern-Kombinationen, ab 1927 mit Nummern und Buchstaben. Da der Markenname in Deutschland bereits geschützt war, wurden die Baukästen hier unter dem Namen Tado vertrieben. 1905 - 1939 erschien auch eine eigene Matador-Zeitung mit Bauwettbewerben (insgesamt 83 Nummern). 1923 wurde der Baukasten als Lehrmittel für Schulen zugelassen. Im Zusammenhang damit kamen Physik-, Elektro- und Uhrensonderkästen heraus. Zudem förderte die Firma im Rahmen der Reformpädagogik der 1920er Jahre eigene Forschungen in der Entwicklungspsychologie.In Berlin erfolgten für sie 1930 Gebrauchsmustereintragungen für "Bauelemente für die Zusammensetzung von Rollbahnen" und für einen "Holzbaukasten". Mitte/Ende de der 1930er Jahre wurden Bau- und Ergänzungskästen für Flugzeuge, Autos, Panzer und Kanonen hergestellt (z. B. 1935 einen Kanonen-Baukasten mit Ergänzung). 1951 kam ein Großformat-Baukasten für Kleinkinder heraus. Neben den Baukästen wurden zeitweise auch andere Holzspielzeuge (Mosaikspiel Amor, Ritterspiel Holz und Kuno, Kugel- und Seilbahn, Wasserrad, Segelflugzeug etc.) hergestellt.
1978 wurde das Unternehmen an den Zeitungsverleger Kurt Falk verkauft. Während die GmbH bereits 1980 ihre Tätigkeit einstellte, führte Falk die Produktion noch bis 1987 (siehe Exponat) weiter. Nach dem Neubeginn 1997 durch Ing. Michael Tobias, der das Unternehmen 1996 erwarb, kam als erster Baukasten der Schnupper-Matador heraus. Inzwischen sind bereits wieder 3 Grund- und 2 Ergänzungskästen erhältlich (Stand 1999).

Literatur
Zahlreiche Verweise in DS/DSZ; DSA 1941ff.; MCS 5; SP 3/1982, S. 29; AULENDORF 1997; CHEMNITZ 1998, S. 25f., 110 u. 115; ESSLINGEN 1995, S. 74; HEINOLD/RAU 1983, S. 107; KEVELEAR 1990, S. 8f.; NOSCHKA/KNERR 1986, S. 45 u. Abb. 31, 52, 54f.; PARZER-BELMONTE (1995), S. 55 - 60; PARZER-BELMONTE 1998; RIEHEN 1988, S. 67; SCHALLABURG 1987, S. 200; WAGNER 1980, S. 23; WICHMANN 1985, S. 438; WUNDERLIN/GRIEBEL 1993, S. 10 (die Datenangaben in vielen der aufgeführten Quellen sind zum Teil falsch); Firmenprospekte; frdl. Mitteilung v. Frau Sabine Edlinger-Kirschner u. Frau Melitta Kautz, Stadtinformation der Stadt Wien.

Abkürzungen Literatur:
  • DS   Das Spielzeug [=Fortsetzung der DSZ, Jg34/II. Teil u. Jg.35]. Pößneck 1943/44, sowie Jg. 39ff., Bamberg 1949ff.
  • DSZ   Deutsche Spielwaren-Zeitung.Jg. 1-34, H.4, Nürnberg/Berlin/Bamberg 1909-4
  • DSA   Deutsches Spielwaren-Adreßbuch (West-Deutschland und West-Berlin). 3. Ausgabe, Berlin 1935, und 6. Ausgabe, Bamberg 1950
  • MCS   Frank Beadle (Ed.): Metal Constructional Systems. Parts I - V, Darlington 1989-90
  • SP   Spielmittel. Memmelsdorf 1981 ff.
  • AULENDORF 1997   Schloßmuseum Aulendorf, Zweigmuseum des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart (Hrsg.): Alte Spielsachen. Begleitbuch v. Dieter Büchner, Andrea
  • CHEMNITZ 1998   legen, stecken, schrauben - spielend bauen. Begleitschrift zur Ausstellung des Industriemuseums Chemnitz gemeinsam mit dem Deutschen Spielemuseum e. V. vom 15. November 1998 bis zum 31. Januar 1999. Herausgegeben von Jörg Feldkamp. Chemnitz 1999
  • ESSLINGEN 1996   Stadtmuseum Esslingen (Hrsg.): Zum Bauspiel. Ausstellung historischer Baukästen, Sammlung Tobias Mey. Stadtmuseum Esslingen, Schwörhaus Esslingen, 10.12.1995 - 3.3.1996 (Esslingen 1995)
  • HEINOLD/RAU 1983   
  • KEVELAER 1990   Spielen - Lernen - Erfinden. Historische Baukästen aus 100 Jahren. Sammlung G. Griebel. Sonderaustellung vom 13. Mai bis 1. Juli 1990 (=Führer des Niederrheinischen Museums für Volkskunde und Kulturgeschichte Kevelaer, 30). Goch 1990
  • NOSCHKA/KNERR 1986   Annette Noschka / Günter Knerr: Bauklötze staunen. Zweihundert Jahre Geschichte der Baukästen. München 1986
  • PARZER-BELMONTE (1995)   Kuer Parzer-Belmonte: Ewige Kinder. Spielwaren aus Wien und östereichischen Landen. (Wien, um 1995)