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Begriffe und Erklärungen

Begriffe und Vorgänge insbesondere aus DDR-Zeiten, so wie ich sie erklären kann ...
ASMW Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung
Dem Ministerrat der DDR unterstelltes Amt u. a. zur Erstellung von Qualitätsstandards und zur Eingruppierung von Waren und Dienstleistungen in diese. Hatte aber durch die Vergabe von Gütezeichen auch eine hohe wirtschaftsleitende Funktion. Das Amt firmierte mit seiner Gründung 1954 als 'Amt für Standardsierung' (AfS), dann bis 1977 als DAMW
DAMW Deutsches Amt für Meßwesen und Warenprüfung
Vorgänger des ASMW
DEWAG Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft
Staatlicher Werbe-Großverlag und 'Marketing'-Großunternehmen der DDR, das von politischer Propaganda bis hin zu Kino-Plakaten alles verlegte.
DM Deutsche Mark
Bezeichnung der Währung der DDR bis Oktober 1964
Druckgenehmigungsnummer Druckgenehmigungsnummer
Den DDR-Oberen war alles, womit gedruckt oder was gedruckt massenhaft verbreitet werden konnte, auf eine nahezu hysterische Art und Weise suspekt. Sie befürchteten immer, dass jemand 'republikfeindliche' Flugblätter o. ä. in Umlauf bringen könnte. Deshalb war nicht nur jede Vervielfältigungsmaschine meldepflichtig - auch für jedes zu druckende Blatt Papier musste beim Rat des Kreises, Abt. ?, eine Druckgenehmigung eingeholt werden, für die eine eindeutige Nummer vergeben wurde. Sie galt nur für eine bestimmte Charge und musste dann erneut beantragt werden. Eine Tatsache, die heute für die Bestimmung des Herstellungszeitraums eher als positiv zu bezeichnen ist.
Das System wurde offenbar schon von der sowjetischen Administration in der SBZ eingeführt, wie Druckerzeugnisse aus der Zeit vor 1949 zeigen.
DZL
Deutsches Zentralinstitut für Lehrmittel
Staatliche Stelle der DDR, die Lehrmittel herstellte oder herstellen ließ (Filme, Rollbilder, ...) oder vorhandene Produkte als Lehrmittel zuließ.
EVP Endverbraucherpreis
Staatlich festgesetzter Preis für Waren und Dienstleistungen für den 'Endverbraucher' in der DDR im Unterschied zu Preisen, wie sie zwischen Betrieben galten (Industriepreis). Hat nichts zu tun mit 'Preis inklusive Mwst.'. Verbrauchssteuern gab es in der DDR nicht.
GHG Großhandelsgesellschaft
Großhandels-Monopolist (?) für eine bestimmte Branche in der DDR
Gütezeichen
Qualitätssiegel des staatlichen DAMW, später ASMW der DDR. Wenn für eine Firma die Vorlagepflicht ihrer Erzeugnisse angeordnet war, durften auf dem Binnenmarkt nur noch Erzeugnisse mit dem Gütezeichen verkauft werden (vgl. Geschäftsbericht der Fa. C. Fritzsche für 1961). Seit den 1960er Jahren kam zusätzlich noch das Spitzenqualitätssiegel 'Q' hinzu.
HSL-Nr. Handelsschlüssellistennummer
Produkt-Klassifizierungssystem für den Einzelhandel in der DDR
Konsumgüterprogramm Konsumgüterprogramm
Anfang der 1980er (?) Jahre in der DDR ausgerufenes Programm zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung mit Konsumgütern. Danach wurden die Invesitionsgüter produzierenden Kombinate und Großbetriebe verpflichtet / aufgerufen (?), Konsumgüter herzustellen - teils mit skurillen, teils aber auch ganz ordentlichen Ergebnissen (Baukästen: Modelltechnik P01, Holzbaukästen).
M Mark der Staatsbank der DDR
Bezeichnung der Währung der DDR ab dem 1.1.1968. Vgl. auch MDN
Made in GDR Made in GDR
Waren aus der DDR wurden ab Anfang der 1970er Jahre nicht mehr mit Made in Germany sondern mit Made in GDR gekennzeichnet. Rechtliche Grundlage dafür war die 'Verordnung über die Kennzeichnung der Herkunft der Waren' vom 7. Mai 1970. In der früheren BRD war Made in Germany mehr und mehr durch Made in Western Germany oder Made in W. Germany ersetzt worden.
MDN Mark der Deutschen Notenbank
Bezeichnung der Währung der DDR zwischen 1964 und 1967. Vorher (vor Okt. 1964) war die Bezeichnung DM (Deutsche Mark), danach (1.1.1968) einfach M (Mark (der Staatsbank der DDR)). Die MDN gab es somit nur etwas über 3 Jahre, womit sie sehr gut zut Datierung geeignet ist!
MTS Maschinen-Traktoren-Station
In der DDR vor der Vergenossenschaftlichung vom Staat eingerichtete Ausleihstationen für Traktoren und landwirtschaftliche Großgeräte, die insbesondere den Klein- und Neubauern helfen sollten. Hießen vorher (?) auch eine Zeit lang MAS = Maschinen-Ausleih-Station
SBZ Sowjetische Besatzungszone
Von der Sowjetunion nach dem 2. Weltkrieg und infolge des Potsdamer Abkommens vom 8.5.45 bis zum 7.10.49 (Gründung der DDR) besetztes Gebiet Deutschlands.
Näheres in der WIKIPEDIA (ext. Verweis)
Staatsplanthema Staatsplanthema
Planvorhaben in der DDR im Investitionsbereich, die besondere Priorität hatten und damit über besondere Ressourcen an Geld, Material, Arbeitskräften u. s. w. verfügen konnten.
VE Verrechnungseinheit
Wohl aus finanztechnischen Gründen eingeführte Währungseinheit im innerdeutschen Handel. Entsprach 1 DM.
VEB Volkseigener Betrieb
Betriebe in der DDR, die sich in Staatsbesitz befanden. Der herrschenden Ideologie nach als 'Volkseigentum' apostrophiert. Mitunter mit dem Zusatz '(K)' für 'kommunal geleitet' oder '(B)' für 'bezirksgeleitet'. Viele der volkswirtschaftlich weniger wichtigen Firmen waren 'kommunal-' oder 'bezirksgeleitet'.
VEP Verbraucherendpreis
das gleiche wie EVP, bloß etwas geschüttelt
VOB Vereinigungen organisationseigener Betriebe
Besondere Form gesellschaftlichen Eigentums in der DDR. Darunter fiel u.a das Parteieigentum. Auch andere gesellschaftliche Organisationen wie der Kulturbund konnten organisationseigene Betriebe haben (OEB). Wenn mehrere davon zusammengeschlossen wurden, entstanden VOB. Sie waren also weder Privateigentum, noch Eigentum des Volkes (...).
Rund 90 Prozent der Produktionsmittel in den Druckereien der DDR waren im Besitz der im Oktober 1945 gegründeten SED-Holding Zentrag (Zentrale Druckerei-, Einkaufs- und Revisionsgesellschaft), später Vereinigung organisationseigener Betriebe - Zentrale Druckerei- und Einkaufsgesellschaft m.b.H. (VOB Zentrag), die direkt dem ZK der SED unterstellt war (...)
(aus WIKIPEDIA (ext. Verweis))
VVB Vereinigung Volkseigener Betriebe
Wirtschaftsleitendes Organ mehrerer VEB einer Branche (etwa einem Konzern gleichzusetzen)